Die Kampagne

ONE BILLION RISING ist eine weltweite Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. In über 200 Ländern und in vielen deutschen Städten erheben sich Menschen und protestieren mit dem Tanz „Break the Chain“ gegen die Gewalt und das Schweigen.

ONE BILLION RISING ist eine Kampagne von V-Day und ruft seit 2013 zum Protest gegen Gewalt an Frauen und Mädchen auf. Denn bisher wurde jede 3. Frau (= 1 Milliarde, engl.: 1 billion) weltweit Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, vergewaltigt, genitalverstümmelt.  Beleidigungen und  Belästigungen sind noch nicht einmal mitgerechnet.

ONE BILLION RISING das ist

  • ein globaler Streik,
  • eine Einladung zum Tanz,
  • ein Akt weltweiter Solidarität,
  • die Weigerung, Gewalt gegen Frauen weiter totzuschweigen und als gegeben hinzunehmen.

Die Situation in Deutschland:

Am 10.11.2016 ist das neue Sexualstrafrecht in Kraft getreten, das der Deutsche Bundestag im Juli 2016 in einer historischen Abstimmung einstimmig beschlossen hatte.

Mit dem neuen Gesetz ist ein sexueller Übergriff schon dann strafbar, wenn er gegen den erkennbaren Willen einer Person ausgeführt wird. Es kommt nicht mehr darauf an, ob eine betroffene Person sich gegen den Übergriff körperlich gewehrt hat oder warum ihr dies nicht gelungen ist. Damit wird endlich auch in Deutschland die Anforderung der Istanbul-Konvention umgesetzt, wonach alle nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen unter Strafe zu stellen sind. Gleichzeitig wird mit dem Gesetz der neue Straftatbestand der sexuellen Belästigung eingeführt. Dadurch sind künftig auch Übergriffe strafbar, die bislang als nicht erheblich eingestuft waren (das so genannte Grapschen).

Mit der Reform wird auch die Ungleichbehandlung im Strafrahmen bei Betroffenen mit Behinderungen abgeschafft. Bisher fiel das Strafmaß bei sexuellen Übergriffen gegen eine ‚widerstandsunfähige‘ Person geringer aus. Mit dem neuen Gesetz können solche Übergriffe gegen Frauen mit Behinderungen härter bestraft werden.